STEUERBEFREIUNG EINER UNENTGELTLICHEN LIEFERUNG IN GRENZÜBERSCHREITENDEN FÄLLEN

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31. März 2026

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Umsatzsteuer; Steuerbefreiung einer unentgeltlichen Lieferung in grenzüberschreitenden Fällen

GZ: III C 3 - S 7140/00020/001/069

DOK: COO.7005.100.4.14518579

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(bei Antwort bitte GZ und DOK angeben)

Inhaltsverzeichnis

I.

Allgemeines .........................................................................................................................................................................1

II.

Änderungen im Umsatzsteuer-Anwendungserlass .....................................................................................1

Anwendungsregelung .............................................................................................................................................................2

Schlussbestimmungen ............................................................................................................................................................2

Nach Abstimmung mit den obersten Finanzbehörden der Länder gilt Folgendes:

I.

Allgemeines

1

Die Anwendung der Steuerbefreiung für eine innergemeinschaftliche Lieferung nach § 4 Nummer 1

Buchstabe b UStG setzt nach § 6a Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 UStG u. a. voraus, dass der

korrespondierende Erwerb des Gegenstands im anderen Mitgliedstaat den Vorschriften der

Umsatzbesteuerung unterliegt (vgl. auch Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe b MwStSystRL).

2

Die nach § 3 Absatz 1b UStG vorgesehene Gleichstellung einer unentgeltlichen Wertabgabe mit einer

entgeltlichen Lieferung entbehrt nicht das Erfordernis, dass für das Vorliegen eines

innergemeinschaftlichen Erwerbs gemäß § 1a Absatz 1 Nummer 3 Buchstabe a UStG die Lieferung

durch einen Unternehmer an den Erwerber gegen Entgelt erfolgen muss.

3

Daher kommt für eine unentgeltliche Lieferung in grenzüberschreitenden Fällen auch eine

Steuerbefreiung nach § 4 Nummer 1 Buchstabe b UStG i. V. m. § 6a UStG nicht in Betracht.

II.

Änderungen im Umsatzsteuer-Anwendungserlass

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4

Der Umsatzsteuer-Anwendungserlass (UStAE) vom 1. Oktober 2010, BStBl I S. 846, der zuletzt durch

das BMF-Schreiben vom 3. März 2026 – III C 3 – S 7117-e/00003/005/058 (COO.7005.100.3.14287537),

BStBl I S. 367, geändert worden ist, wird wie folgt geändert:

1.

Abschnitt 3.2 Abs. 2 Satz 1 wird wie folgt gefasst:

„1Für unentgeltliche Wertabgaben im Sinne des § 3 Abs. 1b UStG sind die Steuerbefreiungen für

Ausfuhrlieferungen (§ 6 Abs. 5 UStG; vgl. BFH-Urteil vom 19.02.2014 - XI R 9/13, BStBl II S. 597)

und für innergemeinschaftliche Lieferungen (vgl. Abschnitt 6a.1 Abs. 16) ausgeschlossen.“

2.

Nach Abschnitt 6a.1 Abs. 16 Satz 2 wird folgender Satz 3 angefügt:

„3Bei unentgeltlichen Lieferungen fehlt es für die Erwerbsbesteuerung im anderen

Mitgliedstaat an der Entgeltlichkeit der Lieferung, wodurch eine Erwerbsbesteuerung und

damit auch die Anwendung der Steuerbefreiung für innergemeinschaftliche Lieferungen

bereits dem Grunde nach ausgeschlossen ist.“

Anwendungsregelung

Die Grundsätze dieses Schreibens sind auf alle offenen Fälle anzuwenden.

Schlussbestimmungen

Dieses Schreiben wird im Bundessteuerblatt Teil I veröffentlicht.